Vier neue Liegeplätze sichern die Zukunft eines Welthafenszurück zu Daten und Fakten
Bremerhaven rüstet sich mit Container-Terminal 4 für den Wettbewerb
Kein Bereich der Wirtschaft wächst im Land Bremen derzeit stärker als Hafengeschäft und Logistik. Das liegt vor allem an der dynamischen Entwicklung des Containerumschlags. Mit einer Jahresleistung von 5,5 Millionen Boxen (TEU) zählten die modernen Hafenanlagen in Bremerhaven im Jahre 2008 zu den größten und leistungsfähigsten in Europa – und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum.
Der Welthafen an der Wesermündung gehört zu den Globalisierungsgewinnern. Die Region profitiert seit langem von einer überdurchschnittlichen Zunahme des Umschlags. Gegenüber 1998, als es der Terminal „Wilhelm Kaisen" auf 1,77 Millionen TEU gebracht hatte, ist die Zahl der über die Seestadt ein- und ausgeführten Container um mehr als 100 Prozent gestiegen.
So bereitet sich der Hafenstandort auf eine weitere starke Expansion des Containergeschäfts vor. In einer Zeit intensiver industrieller Arbeitsteilung und neu entstehender Märkte für Produkte aus aller Welt geht die Fachwelt davon aus, dass sich der Umschlag der genormten Transportbehälter in Bremerhaven in den kommenden acht bis zehn Jahren erneut verdoppeln wird.
Reeder und Verlader setzen große Hoffnungen in die florierende norddeutsche Hafen- und Logistik-Drehscheibe. Die internationalen Kunden verlassen sich darauf, dass Kaje und Arbeitsfläche des Terminals zügig erweitert werden. Vor einigen Jahren bot die 3237 Meter lange Containerkaje an der Weser zehn Liegeplätze für Großcontainerschiffe. Um dringend benötigten Platz für die Schiffsriesen zu schaffen, hat die Hafengesellschaft bremenports die Kaje bereits um 340 Meter gestreckt. Doch der Bauabschnitt Container-Terminal (CT) IIIa bildete lediglich den Auftakt für einen deutlich schwierigeren planerischen und finanziellen Kraftakt – das Projekt CT 4.
Bis 2008 ließ bremenports eine weitere Nordverlängerung vornehmen. Damit wurde die längste Kaje der Welt um weitere rund 1700 Meter gestreckt. Die Bauarbeiten für das 500-Millionen-Euro-Projekt hatten im Juni 2004 begonnen. Container-Terminal 4 umfasste den Bau von vier neuen Liegeplätzen. Es handelt sich um die ehrgeizigste Hafenbaumaßnahme, die von der Freien Hansestadt Bremen jemals in Angriff genommen wurde – und das größte Investitionsprojekt an der deutschen Küste.
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