greenports - nachhaltig wirtschaften - erfolgreich handeln
Webcams | Kaiserschleuse

"Wilhelm Kaisen" - Ein Container-Terminal entsteht

zurück zu Historisches


Als der Container nach Europa kam, begannen Bremerhavens beste Jahre

Bremen zieht Konsequenzen
- Während man die neue Box in anderen Häfen für eine vorübergehende Modeerscheinung aus Amerika hielt und auf Investitionen in Anlagen und Geräte verzichtete, reagierte Bremen sofort auf den Trend zur Rationalisierung im Umschlag. Immer größere Schiffe verlangten nach immer größeren Flächen und Wassertiefen.

Blick nach Bremerhaven - Diese Bedingungen bot anfangs der Neustädter Hafen, der Mitte der 60-er Jahre auf der linken Bremer Weserseite eingeweiht worden war. Hier machte die erste Generation der Containerschiffe fest. Doch auch der Neustädter Hafen stellte für die immer größeren Vollcontainerschiffe nur eine Zwischenstation dar. Der Blick der Hafenplaner richtete sich nach Bremerhaven.
An der Wesermündung schuf die stadtbremische Hafenverwaltung hinter der Nordhafenschleuse zunächst vier Liegeplätze mit Containerkränen und Aufstellflächen. Doch das war nur eine Übergangslösung: Eine neue Kaje an der Weser, die Stromkaje, sollte dem wachsenden Containerverkehr einen zukunftssicheren Standort bieten.

Neue Kaje direkt am Strom - Bis Anfang 1971, so hatte es die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG) ihren Kunden versprochen, sollten die Reeder an der Außenweser den ersten Liegeplatz für ein Vollcontainerschiff nutzen können. Technische Schwierigkeiten beim Bau der Kaje brachten den Zeitplan jedoch arg durcheinander.
Um die Probleme in den Griff zu bekommen, reaktivierte der Bremer Senat den damals bereits 78 Jahre alten Professor Arnold Agatz. Der erfahrene Hafenbauer hatte den gewünschten Erfolg: Im April 1971 konnte der erste Liegeplatz an der Weser in Betrieb genommen werden.
Doch das war erst der Anfang. In weiteren Ausbaustufen wurde die Kaje am offenen Strom bis August 1983 auf eine Gesamtlänge von etwa 2,3 Kilometern gestreckt. Bis 1990 stieg der Umschlag an den beiden Terminals CT I und II auf über 1,1 Millionen Container (TEU).

CT III - Ein Hafen entsteht - Aufgrund der stetig steigenden Umschlagszahlen war die Entscheidung, die Ausbaustufe CT III in Angriff zu nehmen, schnell geschlossen. Den Anfang der Bauarbeiten für CT III, das damals größte deutsche Hafenbauprojekt, markierte Ende 1992 ein so genannter "Schlicksicherungsdamm". Er entstand 250 Meter hinter der geplanten Kajenachse. Mit diesem 750 Meter langen Schutzwall verhinderten die Planer, dass Erdreich und Sedimente später von der Landseite her in die Bodenaustauschgrube flossen.
Am 7. Oktober 1994 setzte die Plankommissarin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest das Behördensiegel unter den 178 Seiten starken Planfeststellungsbeschluss. Die Genehmigung für den Hafenbau war somit erteilt.

Die Erweiterung des Container-Terminals geht weiter - Am 11. Juli 1997 übergab Senator Uwe Beckmeyer den ersten der beiden Liegeplätze am neuen Bremerhavener Container-Terminal III an die Hafenwirtschaft.
Heute, mehrere Jahre nach der Einweihung von Containerterminal III und CT IIIa im November 2003, hat die Freie Hansestadt Bremen ihren Welthafen an der Wesermündung erneut ausgebaut. Das Erweiterungsprojekt CT 4 wurde 2008 beendet. Jetzt stehen der Schiffahrt an der Stromkaje vier weitere Liegeplätze zur Verfügung.

Drucken Druckversion