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Spundwand, Schrägpfähle und Pierplatte

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Die Konstruktion der neuen Kaje greift das Prinzip einer verankerten Wand mit dahinter liegender lastabschirmender Platte auf. Die Planer verließen sich auf gute Erfahrungen mit den Konstruktionen und Bauabläufen früherer Projekte im Bereich der Stromkaje.

Eine schwere, durch Schrägpfähle verankerte Spundwand bildete an der Wasserseite das zentrale Tragelement der Kaje. Nach der Verankerung konnte die Wand mit Sand hinterfüllt werden. Hinter der Spundwand wurde die Pierplatte angeordnet – eine lastabschirmende Platte, deren landseitiger Abschluss von einer Spundwandschürze gebildet wird.

Eine so genannte Wellenkammer wurde hinter der Spundwand in die Betonkonstruktion integriert, um hohen Wellen die Kraft zu nehmen und das Überschlagen von Wasser auf die Kaje zu vermeiden. Das Wellenkammer-Prinzip wurde in den 60-er Jahren bereits für den Bau der ersten Abschnitte der Bremerhavener Stromkaje entwickelt und 1997 erneut in Modellversuchen bewertet. Die bewährte Kammer bietet Kaje und Hafen auch bei hoch auflaufenden Sturmfluten einen wirkungsvollen Schutz.

Außerdem wurde eine Grundwasserentlastung vorgesehen. Das Grundwasser muss dauerhaft soweit abgesenkt werden, dass die auftretenden Wasserüberdrücke auch bei besonders tief ablaufendem Niedrigwasser aufgenommen werden können.

Die 100 Fuß – etwa 30,48 Meter – breite Kranspur der Containerbrücken wird durch einen Kranbahnbalken gebildet. Er stellt hinter der Kajenkonstruktion ein eigenständiges Bauwerk dar (tiefgegründet auf Ortbeton-Rahmpfählen, System Franki).


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Die Wellenkammer:

Hier tobt sich die Nordsee aus

An der Küste kann es ziemlich ungemütlich werden
, wenn der Nordwest bei Windstärke 12 alle Register zieht. Mit den Brechern, die sich dann in der Wesermündung aufbauen, ist nicht zu spaßen. In der Wellenkammer des Container-Terminals wird ihnen die Kraft genommen. Damit übernimmt die Kaje eine Deichfunktion; die Konstruktion schützt das Hafengelände wirkungsvoll. Als die Planer vor mehr als drei Jahrzehnten die Grundlage für den Containerhafenbau in Bremerhaven schufen, entschieden sie sich für eine Bauweise, bei der die Elemente - jedes von ihnen 800 Tonnen schwer - als Fertigteile aus Beton eingebaut wurden. Bei CT III  und CT 4 wurde die Wellenkammer dann vor Ort betoniert. Dieses technisch neue Verfahren senkte die Kosten erheblich.

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