Schwierige Bodenverhältnisse machten Problemezurück zu Das Bauprojekt
Beim Containerhafenbau an der Wesermündung sorgten die schwierigen Bodenverhältnisse immer wieder für Probleme. Bis hinunter in eine Tiefe von 16 Metern unter Normalnull hatten es die Hafenbauer mit weichen alluvialen Ablagerungen zu tun, die allgemein als Klei bezeichnet werden. Diese Ablagerungen bestehen aus Wechsellagen von Sand und Schlick. Die Sandlagen sind zwischen wenigen Millimetern und einem Meter stark. Auch der tragfähige Baugrund ist keineswegs homogen. Er enthält Grobsand, Kies, Geröll, Geschiebelehm, Ton, Schluff und schluffigen Feinsand.
Für die Kajenkonstruktion und im Bereich der Flächen mussten besondere Maßnahmen getroffen werden, um das Problem der Weichschichten zu lösen. Beim Bau der Bremerhavener Stromkaje hat sich der Austausch der nicht tragfähigen Schichten gegen Sand bewährt.
Im Abschnitt Container-Terminal 4 war dieser Bodenaustausch auf einer Länge von etwa 1100 Metern erforderlich, also auf etwa zwei Dritteln der Kajenlänge. Im Norden der entstehenden Hafenanlage steigt die Oberkante der tragfähigen Schichten an. Dort reichte es aus, die vorhandenen dünnen Kleischichten zu entfernen. Insgesamt wurden vor Weddewarden 400.000 Kubikmeter Klei gebaggert und durch Sand ersetzt.
Außerdem war zu berücksichtigen, dass das Brackwasser der Wesermündung große Mengen feiner Sedimente enthält. Dies kann in strömungsberuhigten Hafenteilen jedes Jahr bis zu drei Meter starke Ablagerungen hervorrufen. Vor allem während des Bodenaustausches und beim späteren Hinterfüllen der Kaje mit Sand war ein erheblicher Aufwand nötig, um Schlickablagerungen zu verhindern oder zu beseitigen. Dies wurde durch ein „Wasserinjektionsgerät" erledigt. Dieses Spezialschiff wirbelt die Sedimente auf und hält sie in der Schwebe.
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