1681 Meter ohne eine einzige Fugezurück zu Das Bauprojekt
Die Stahlbetonplatte (Pierplatte) mit der integrierten Wellenkammer wurde auf dem aufgespülten Sand in Ortbeton hergestellt. Bei einer Stärke von 80 Zentimetern ist die Pierplatte 20 Meter breit. Sie entand taktweise in Abschnitten von rund 50 Metern.
In gleichen Taktlängen folgten die Rückwände der Wellenkammer. Nach dem Ausschalen der Rückwand konnten die Zwischenbohlen der Spundwand oberhalb der Pierplatte entfernt werden. In die Zwischenräume wurden Schaltische als Unterschalung der Wellenkammerdecke eingestellt. Nach dem Betonieren der ebenfalls 80 Zentimeter starken Decke bietet das Kajenbauwerk, das auch die Deichlinie bildet, den erforderlichen Hochwasserschutz (Höhe: 7,50 Meter über Normalnull).
Die Pierplatte mit der Wellenkammer und der Kranbahnbalken wurden über die gesamte Länge von fast 1,7 Kilometern fugenlos ausgebildet. Ermöglicht wurde dies durch eine Betonrezeptur mit niedriger Wärmeentwicklung und intensiver Nachbehandlung sowie einer Bewehrung, die für eine gleichmäßige Verteilung von Rissen sorgt. Mit der fugenlosen Bauweise hat man beim Hafenbau in Bremerhaven gute Erfahrungen gemacht.
Am Brackwasserbereich der Weser ist die Korrision ungeschützter Stahlteile ein Dauerthema. Im Tidebereich liegt die Lochfraßkorrosion immerhin bei bis zu einem Millimeter pro Jahr. Alle Stahlteile am Wasser mussten passiv und aktiv gegen Korrosion geschützt werden. Beim passiven Korrosionsschutz handelt es sich um einen vierlagigen Anstrich auf Polyurethanbasis, der vom Kajenkopf bis unter die Sohle der Liegewanne reicht. Zusätzlich wurde ein mit Fremdstrom betriebenes kathodisches Schutzsystem eingebaut.
Die neue Kaje erhielt alle üblichen Ausrüstungsteile. Dazu zählen Doppelpoller mit einem Trossenzug von jeweils 200 Tonnen. Die Fenderung besteht aus Stahlbeton-Fendertafeln, die auf Stahlpfählen vor der Kaje aufgehängt werden. Die 3,40 Meter langen, schaumgefüllten Schwimmfender haben zwei Meter Durchmesser.
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