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10,5 Millionen Kubikmeter Sand für den neuen Hafen

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Der Bau der etwa 1700 Meter langen Kaje im Mündungstrichter der Weser erforderte ein sorgfältig abgestimmtes Bauphasenkonzept. Es durfte bei den unterschiedlichen Arbeiten nicht zu gegenseitigen Behinderungen kommen. Außerdem drängte die Zeit: Der erste, 350 Meter lange Liegeplatz, sollte bereits Ende 2006 übergeben werden.

Nach dem Bodenaustausch begannen am 12. November 2004 die Rammarbeiten. Die Ramme auf der ersten Hubinsel versenkte Tragbohlen, die auf der zweiten Schrägpfähle und Zwischenbohlen. In Tidearbeit schlossen die Arbeiter dann sofort die Schrägpfähle an die Spundwand an, bevor hinter der Spundwand ein Sandniveau von 2,50 Meter über Normalnull aufgespült wurde. Als die Gründungspfähle der Pierplatte gerammt und die Betonarbeiten vorgenommen wwurden, ließ sich die Zahl der eingesetzten Geräte und Arbeitskräfte dem Takt der Hubinseln anpassen.

Auf der Großbaustelle Container-Terminal 4 mussten etwa 10,5 Millionen Kubikmeter Sand verteilt werden. Teile dieser Menge wurden von Hopperbaggern aus der Fahrrinne der Außenweser gewonnen (Unterhaltungsarbeiten). Der Rest stammte aus der Jade bzw. einem Sandentnahmefeld, das etwa 15 Kilometer nordöstlich von Wangerooge liegt. Die Tagesmengen lagen bei etwa 20.000 Kubikmetern.

Bau der Kaje, Hinterfüllung und Aufhöhung verliefen zeitlich parallel. Gearbeitet wurde grundsätzlich von Süden nach Norden. Die obere, etwa 25 Zentimeter starke Deckschicht wurde mit Sand aufgefüllt, der aus Sandgruben in der Umgebung Bremerhavens stammt und per Lastwagen herantransportiert wurde. Der „trockene" Grubensand war erforderlich, um die sich unmittelbar anschließende Bodenvermörtelung vornehmen zu können.

Die Oberflächen erhielten eine bituminöse Tragschicht. Das auf der Fläche anfallende Niederschlagswasser wurde in Schlitzrinnen gesammelt und über Einlaufschächte abgeführt. Über Regenwasserkanäle floss es in einen zentralen Sammelschacht, weiter zur Stromkaje und dann in die Weser.

Die neue Deichkrone des nördlichen Abschlussdeichs wurde auf 8,50 Meter über Normalnull gebracht. Dieser Wert entspricht der so genannten „Bestickhöhe" in Weddewarden und im nördlich gelegenen Land Wursten. Der Deich besteht aus Sand und einer zwei Meter starken Kleiabdeckung.

 

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