Ausgedehnte Ökoflächen als Heimat seltener Arten
Maritime Entwicklung und Ökologie hängen eng miteinander zusammen. Nirgendwo wird dies besser deutlich als auf den weiten Flächen der Luneplate am südlichen Stadtrand von Bremerhaven. Dort lässt bremenports eines der größten Kompensationsgebiete für den europäischen Hafenbau entstehen. Hier wird ausgeglichen, was der Umwelt an der Wesermündung durch neue Kaianlagen und Terminals genommen worden ist.
Die Landschaft am Strom verändert ihr Gesicht: Wo früher intensiv Landwirtschaft betrieben wurde, nimmt heute eine 290 Hektar große feuchte Grünlandzone mit Gräben, Windschöpf- und Stauanlagen Gestalt an. Das Areal soll zum attraktiven Lebens- und Rückzugsraum für viele – zum Teil gefährdete – Brut- und Rastvögel werden.
Nebenan legen die Arbeiter einen 220 Hektar großen Tidepolder mit einem verzweigten System aus neuen Prielen an. Ab 2011 fließt das Brackwasser der Weser mit jeder Flut in die künstlichen Wasserläufe hinein. Bei Ebbe fällt der Polder dann weitgehend trocken. Neue Wattflächen und Röhrichtzonen sollen zur Heimat seltener Tiere und Pflanzen werden.
Nördlich von Bremerhaven setzt bremenports an der Wurster Küste ebenfalls Maßstäbe beim ökologischen Ausgleich. Ein niedriger Wall, der Sommerdeich, wurde im Vorland des Hauptdeichs an elf Stellen geöffnet. Seit Spätsommer 2008 fließt das auflaufende Nordseewasser in zwei Grünlandflächen hinein. Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen der See- und Zugvogelarten, die in diesem Revier Nahrung, Brut- und Rastplätze suchen.
Größe: 290 Hektar. Acker- und Weideflächen, die man früher intensiv landwirtschaftlich genutzt hat, werden in extensive Feuchtgrünländer für Pflanzen und Tiere (Brut- und Rastvögel) umgewandelt. Anlage von Gräben, Windschöpf- und Stauanlagen.
Größe: 220 Hektar. Anlage eines weitläufigen Tidepolders mit einem verzweigten System aus neuen, von Schilfröhricht umgebenen Prielen. Rund um Wattflächen und Röhrichtzonen entstehen wertvolle Lebensräume für seltene, häufig bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Bau eines 35 Meter breiten Sturmflutsperrwerks im Deich. Durch zwei jeweils 13 Meter breite Kammern kann das Weserwasser ab 2010 in den Tidepolder fließen. Die Tore werden nur bei extremem Hochwasser oder einer Sturmflut geschlossen.
Bau eines Tideschöpfwerks. Es sichert die Be- und Entwässerung eines fast 30 Quadratkilometer großen Gebiets in der Dedesdorfer Marsch. Für eine zusätzliche Entwässerung von 5 200 Litern pro Sekunde stehen zwei Pumpen zur Verfügung.
Größe: 140 Hektar. Hier schaffen die Umweltplaner an einem alten Weserarm strukturreiche Lebensräume mit Gewässern, Auengehölzen, Röhrichten und Gründlandbereichen (extensive Nutzung).




