Auf dem Weg zum Umweltindex für Seeschiffe
Rotterdam, Juli 2008: Auf der Weltklimakonferenz der Häfen unterzeichnen die Vertreter von 55 maritimen Standorten eine Erklärung, in der sie sich zu einem eigenständigen Beitrag gegen die Erderwärmung verpflichten: Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid soll verringert werden – in der Seeschifffahrt, im Hafenbetrieb und im Hinterlandverkehr.
Die Hafengesellschaft bremenports sieht sich durch den Beschluss von Rotterdam bestätigt. Ihr Expertenwissen fließt bereits in verschiedene Forschungsvorhaben ein. Dabei geht es um Anpassungsstrategien, mit denen auf die regionalen Folgen des Klimawandels reagiert werden soll. Auch auf Hafenwirtschaft und Logistik kommen hier erhebliche Herausforderungen zu.
In Rotterdam wurde vereinbart, die regenerativen Energien stärker zu nutzen. Außerdem wollen die Häfen intelligente Lösungen finden, um die Umwelt zu entlasten.
An der Weser konzentriert man sich auf folgende Projekte:
Entlastung für saubere SchiffeExperten von bremenports und vom Senator für Wirtschaft und Häfen arbeiten an einem Umweltindex für Seeschiffe. Eine unabhängige Einrichtung soll den ökologischen Standard der Schiffe ermitteln und dokumentieren. Bremen entwickelt dieses Konzept nicht am grünen Tisch, sondern im Dialog mit den nordwesteuropäischen Häfen Le Havre, Antwerpen, Amsterdam, Rotterdam und Hamburg. Reedereien mit besonders umweltfreundlichen Schiffen könnten in den bremischen Häfen später durch ein Bonussystem entlastet werden.
Zertifiziertes Umwelt-ManagementDie Zwillingshäfen an der Weser wollen ein zertifiziertes Umwelt-Management einführen – ein Steuerungsinstrument, das auch dazu beitragen soll, den Ausstoß von Kohlendioxid weiter zu senken.
Kohlendioxid-BilanzAußerdem denkt man darüber nach, wie für die Häfen Bremen und Bremerhaven eine Kohlendioxid-Bilanz erstellt werden kann – wertvolle Daten, mit denen sich die ökologische Entwicklung an den Kajen anschaulich belegen ließ.



