Schutzgebiete und seltene Arten – das sensible Hafenumfeld
Unberührte Natur, Rückzugsgebiete für bedrohte Arten, dazu der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – das ist das Umfeld des Zwei-Städte-Staates und seiner Häfen. Vor den Toren von Bremerhaven dominieren die wertvollen Lebensräume des Brackwasserbereichs und die sensiblen Salzwiesen, Wattzonen und Sände des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Hier greifen strenge Umweltgesetze. Die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH), die von der Europäischen Union ausgewiesen wurden, haben die Anforderungen an den Naturschutz weiter erhöht.
Die empfindliche Ökolandschaft des Nationalparks ist streng geschützt. Außerdem wurden große Teile der Weser zur EU-Schutzzone für wandernde Fische erklärt. Kritiker monieren, dass die Vogelschutz- und FFH-Gebiete im Flussrevier zwischen Bremerhaven und Bremen die Möglichkeiten einschränken, die maritime Lebensader des Landes Bremen wirtschaftlich zu entwickeln. Die rechtlichen Hürden können allerdings überwunden werden, wenn gut begründete Argumente vorliegen.
Wo Wasser- und Hafenbauprojekte geschützte Lebensräume beeinflussen oder gar vernichten, müssen vergleichbare Naturflächen geschaffen werden. Die Anforderungen an einen professionellen und wirkungsvollen Ausgleich sind erheblich. Die von bremenports geplanten und betreuten Kompensationsmaßnahmen – zum Beispiel auf der Luneplate im Süden von Bremerhaven – erfüllen die Erwartungen der Ökologen und stoßen auch bei den Naturschutzverbänden auf Anerkennung.
Der Konflikt zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen ist manchmal nur schwer aufzulösen. Dennoch versucht bremenports, die Belange von Nutzung und Umweltschutz auszubalancieren. Die Akteure sollen gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Mit einem „integrierten Bewirtschaftungsplan“ für Wesermündung und Unterweser will man Verbesserungen für die Natur erreichen, ohne die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu gefährden.



