20.01.2012
bremenports GmbH & Co. KG

„Logistics talk“ in Berlin: TFG Transfracht und bremenports organisieren gemeinsame Informationsveranstaltung der bremischen Häfen

„Logistics talk“ – das ist der Name einer Veranstaltungsreihe, mit der die bremische Hafenwirtschaft ihre Kunden und Partner unter dem Label „Via Bremen“ im In- und Ausland über aktuelle Entwicklungen und Trends informiert. Am Mittwochabend ging es in Berlin vor allem um Fragen und Herausforderungen im Bereich der Hinterlandanbindung. Dort freute sich bremenports-Geschäftsführer Robert Howe über etwa 120 Gäste und die gute Resonanz auf die Veranstaltung: „Wir haben unseren Kundenabend zum ersten Mal zusammen mit der TFG Transfracht organisiert – eine sinnvolle Kooperation, die wir ausbauen wollen.“
Hauptredner war der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer. Der maritime Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion sprach sich angesichts weiter steigender Transport- und Transitmengen für erhebliche Investitionen in die europäische Verkehrsinfrastruktur aus. Er warnte gleichzeitig davor, dass einzelne EU-Länder im Zeichen der Schuldenkrise nicht in der Lage sein könnten, die auf sie entfallenden Investitionen darzustellen.
Gerhard Oswald, Geschäftsführer der TFG Transfracht, betonte die volkswirtschaftliche Bedeutung funktionierender Hinterlandverkehre für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen. Verbunden mit dem Ziel, in 2012 die benötigte Kapazität und Leistungsstabilität sicherzustellen, hat TFG Transfracht den Anteil der terminalreinen Shuttleverkehre reduziert und den Anteil der über den Schienenhub Maschen sowie über den neuen AlbatrosExpress Terminal-Hub Nürnberg geplanten Züge erhöht. „Nur auf diese Weise,“ so Oswald, „lassen sich die Erwartungen der Kunden an Qualität und Zuverlässigkeit der Verkehre auch unter Berücksichtigung der Unsicherheiten der Märkte in diesem Jahr realisieren.“
In Berlin stellte sich der neue bremenports-Geschäftsführer Howe erstmals öffentlich vor. Howe skizzierte die erstklassige Entwicklung des bremische Seegüterumschlags im Jahre 2011, der den Zwillingshäfen in zentralen Bereichen mit Zuwächsen von über 20 Prozent (Container) bzw. etwa 30 Prozent (Fahrzeuge) Marktanteilsgewinne in der Nord-Range gebracht hat. Howe erinnerte daran, dass die leistungsfähige Infrastruktur aus Kajen, Schleusen und anderen Hafenanlagen großen Anteil an den jüngsten Erfolgen der bremischen Häfen habe. Jahrhundertprojekte wie Container-Terminal 4 und die Kaiserschleuse seien auf klassische Weise vom Steuerzahler finanziert worden. In Zeiten leerer Haushaltskassen müssten die Hafenplaner umdenken. Deshalb werde der neue Bremerhavener Offshore-Terminal von privaten Investoren finanziert: „Das wird ein Meilenstein für die Planung und Umsetzung anspruchsvoller Hafenbauprojekte in der Bundesrepublik.“
 Mehr als 100 hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft besuchten den logistics talk in der Bremischen Landesvertretung und verfolgten gespannt den Vortrag des Maritimen Koordinators der SPD-Bundestagsfraktion, Uwe Beckmeyer.
TFG Transfracht
TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG, eine Beteiligungsgesellschaft der DB Mobility Logistics AG und der HHLA Intermodal GmbH, ist Marktführer im Seehafenhinterlandverkehr mit den deutschen Seehäfen. Das Unternehmen transportiert für Reeder und Spediteure Container von den deutschen Seehäfen direkt zum Endempfänger in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie vom Urverlader zu den deutschen Seehäfen.
Drei Länder (Deutschland, Österreich und die Schweiz) sowie zwei Häfen (Bremerhaven und Hamburg) werden mit einem Zugsystem - dem Albatros Express - bedient. Mit über 12.000 Verbindungen jährlich und über 20 Terminals ist das AlbatrosExpress-Netzwerk das dichteste Zugnetzwerk im europäischen Seehafenhinterlandverkehr. Täglich wird eine Transportkapazität von 4.000 TEU bereitgestellt.
TFG Transfracht verlagert jährlich rund 600.000 LKW-Fahrten von der Straße auf die Schiene und vermindert CO2-Emissionen um 360.000 Tonnen im Vergleich zum Transport per LKW. Mit dem Leistungsbestandteil ‚Eco Plus’ – Strom aus regenerativen Energien – ist es ab sofort auch möglich 100 % CO2-frei zu fahren.
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