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Bremen – konventioneller Umschlag und Logistik

Die Hafengruppe Bremen

Die stadtbremischen Häfen sind die Spezialisten im Handling von konventionellen Stück- und Schwergütern. Zudem werden Massengüter umgeschlagen. Zahlreiche Logistikzentren und das bundesweit führende Güterverkehrszentrum GVZ haben hier ihren Sitz.

Vom Pilotprojekt zum Vorzeigeobjekt

Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ)

Umfangreiches Flächenangebot, trimodale Anbindung, hohe Beschäftigungszahlen – die geballte Logistik-Kompetenz des Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) ist beispielhaft für den Standort. 1985 ging es an den Start und wurde schon bald zum Modell für die Entwicklung anderer Güterverkehrszentren in Deutschland und Europa. Die Drehscheibe für Transport und logistische Dienstleistungen sowie für Kurier- und Paketdienste ist in der Bundesrepublik weiterhin führend. Im europäischen Vergleich rangiert das Bremer GVZ auf Rang 2.

Europas größtes Hochregallager

Hochregallager Bremen

Exklusiv für den Kunden Tchibo betreibt die BLG Logistics Group in Bremen einen der modernsten Logistikkomplexe Europas. Nach dem Motto „Jede Woche eine neue Welt“ lässt Tchibo über das Hochregallager im wöchentlichen Wechsel mehr als 54 000 Verkaufsstellen in Deutschland und Europa versorgen. Im automatisierten Wareneingang werden täglich bis zu 50 000 Kartons von vier vollautomatischen Palettierern bearbeitet, anschließend automatisch gewickelt und eingelagert.

Belieferung von Montagelinien in Übersee

Logistikzentren Automobilindustrie

In zwei großen Logistikzentren unweit des GVZ Bremen werden umfassende Logistikleistungen für die Automobilindustrie erbracht. Per Bahn oder Lkw erreichen Fahrzeugteile und Komponenten von Herstellern und rund 300 Zulieferern die Zentren. Dort werden die benötigten Teilesortimente nach Maßgabe der Produktionsstätten zusammengestellt, zum Teil bearbeitet oder vormontiert, in Container verpackt und für die Verschiffung vorbereitet. Hauptziele sind die Montagelinien deutscher Hersteller in Südafrika, Nord- und Südamerika sowie einige Länder in Asien.

Drehscheibe für konventionellen Güterumschlag

Neustädter Hafen

Die Terminals im Neustädter Hafen sind Spezialisten, wenn es um den konventionellen Umschlag von Stückgütern geht. In ihren Leistungsbereich fallen vor allem Projektladung, Eisen- und Stahlprodukte, Forsterzeugnisse sowie der Umschlag von Containern und Schwergütern mit Stückgewichten bis zu 650 Tonnen per Schwimmkran. 1965 in Betrieb genommen, vereint das Areal heute alle Eigenschaften eines Universalhafens.

Zentrum des Hafen- und Logistikgewerbes

Industriehafen

Rund die Hälfte des stadtbremischen Seegüterumschlags ist im Industriehafen konzentriert. An seinen Kajen können nahezu alle Arten von Waren geladen und gelöscht werden – von Baustoffen, Holz und Massengütern über Stahl und Stahlerzeugnisse bis hin zu Containern, Projektladung sowie Fahrzeug- und Anlagenteilen. In den vergangenen Jahren haben die etwa 50 Anrainer massiv in ihre Anlagen und Betriebsstätten investiert. Konkrete Maßnahmen zur weiteren Belebung des Wirtschaftszentrums zeigt ein ambitionierter Masterplan auf.

Spezialisten für Schüttgüter und Getreide

Holz- und Fabrikenhafen

Im Bremer Holz- und Fabrikenhafen kommen Rohstoffe wie Getreide, Kaffee, Kakao und Fischmehl mit dem Schiff oder mit der Bahn an. Hier werden sie umgeschlagen, zwischengelagert oder gleich weiterverarbeitet. Die Lage am seeschifftiefen Wasser und die Nähe zur Innenstadt machen den Holz- und Fabrikenhafen zu einem ausgezeichneten Standort für Produktionsbetriebe und Dienstleistungsfirmen. Dazu gehören J. MÜLLER Weser, die Bremer Rolandmühle, die Hansakai Umschlagbetriebe sowie das Unternehmen D. Wandel.

Umschlag via Binnenschiff

Weserhafen Hemelingen

Als Reaktion auf den wachsenden Binnenschiffsverkehr wurde ab 1968 der „Weserhafen Hemelingen“ oberhalb des Weserwehrs ausgebaut. An den Anlagen an der Mittelweser werden hauptsächlich Schüttgüter wie Sand und Kies umgeschlagen. Für das benachbarte Kraftwerk Bremen-Hastedt kommen Stahl und Metall sowie Schrott, recyclebare Güter, diverse Baustoffe und Kohle hinzu. Mehr als 20 Prozent des Umschlags, der in den bremischen Häfen mit der Binnenschifffahrt verbunden ist, wird im Weserhafen Hemelingen erbracht.

Logistik für Import- und Exportfahrzeuge

Auto-Terminal Vegesack

Der Egerland Car Terminal bietet komplette Dienstleistungen für jährlich mehrere zehntausend Import- und Exportfahrzeuge an. Das Leistungsprofil umfasst Terminal Services, Dienstleistungen rund um Schiffsmaklerei, Schiffsklarierung, Tally, Stauen, Festmachen und Lagerung. Darüber hinaus wickelt Egerland auf dem Gelände der früheren Vulkan Werft einen technischen Service mit Pre-delivery Inspection, Entkonservierung und Konservierung sowie Auf- und Umbauten ab.

Keimzelle des stadtbremischen Hafenumschlags

Hohentorshafen

1877 bot der Hohentorshafen beste Voraussetzungen für die Aufnahme eines ersten Hafenumschlagsbetriebs: der Bremer Lagerhausgesellschaft, heute BLG Logistics Group. Inzwischen findet in dem Hafenbecken links der Weser, das aus dem Sicherheitshafen und dem Woltmershauser Kanal entstanden ist, kein Umschlag mehr statt. Die dort ansässigen Unternehmen – Reedereien, eine Reparaturwerft für Binnenschiffe, einige Handelsbetriebe – sind bis auf wenige Ausnahmen nicht auf die Hafennähe angewiesen.

125 Jahre

Europahafen Bremen

Er galt einst als größtes und modernstes Hafenbecken der Welt – der Europahafen. Inzwischen hat er seine ursprüngliche Bedeutung verloren. Im Rahmen der Entwicklung des Gebietes zur Überseestadt wurde der Hafen für eine touristische Nutzung hergerichtet. Die Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports hat dabei im Auftrag der verantwortlichen WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH u.a. Kajen und Spundwände saniert, Dalben gerammt, Pontons für die Nutzung durch die Sport- und Freizeitschifffahrt gelegt und die Zugänge auf die Pontons geschaffen.

Heute, 125 Jahre nach seiner Eröffnung, ist der Europahafen zur maritimen Bummelmeile und zum touristischen Zentrum der neuen Bremer Überseestadt geworden

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