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Gerade wenn die Blätter im Herbst fallen steigt das Risiko von Sturmfluten an der Nordsee – und damit auch die Gefahr für Bremerhavens gut 22 Kilometer langen Hochwasserlinie.

Bremenports und THW: Hochwasserschutz ist Teamwork 

 

Um auf den „Worst Case“ -  ein Hochwasser, das die Deiche aufzuweichen oder zu durchbrechen droht - bestmöglich vorbereitet zu sein, hilft nur eines: Regelmäßiges Training und Teamwork. Genau das ist der Hintergrund einer besonderen Kooperation: Auf der einen Seite die Hafenmanagementgesellschaft bremenports, die neben der regulären Deichunterhaltung- und -ertüchtigung unter anderem auch mit der Sicherstellung des Sturmflutdienstes in Bremerhaven beauftragt. Auf der anderen: Das Technische Hilfswerk (THW)  samt seiner ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

„Wenn im Herbst und Winter das Wasser durch Sturmfluten gegen die Hochwasserschutzanlagen zu drücken droht, richten wir umgehend ein Deichschutzlagezentrum als zentrale Kommunikationsstelle an unserem Unternehmenssitz im Sail City ein“, erklärt Christian von Deetzen, bei bremenports zuständig für den Hochwasserschutz.

Von dort aus, wird dann nicht nur dafür gesorgt, dass Bremerhaven zur Seeseite sozusagen „dicht macht“, in dem alle knapp 70 Hochwasserschutztore, Deichscharte, Sperrwerke, Dammbalkenverschlüsse und Schieber entlang der Wasserkante geschlossen werden. Auch Noteinsätze werden aus dem Deichschutzlagezentrum im Fall des Falles – koordiniert und das, auf Basis des entsprechenden Kooperationsvertrags mit Unterstützung des THW.

Genau diese Zusammenarbeit, wird gegenwärtig in mehreren Trainingseinheiten gemeinsam mit den ehrenamtlichen Kräften des THW geübt. Anfang dieser Woche stand dabei das Befüllen von Sandsäcken an – und dabei war durchaus Körpereinsatz und Tempo gefragt: „Wir lagern in der bremenports Hochwasserschutzhalle generell 10.000 einsatzbereite sowie mindestens 50.000 leere Säcke, die im Notfall schnell befüllt werden müssen“, erklärt von Deetzen. Zwar habe man seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts glücklicherweise keinen davon wegen eines drohenden Dammbruchs auf den Deich legen müssen,  „Aber vorbereitet sein, ist, wenn es zum Notfall kommt, letztlich alles“ so von Deetzen.

Und genau diese Vorbereitung wurde nun noch einmal gemeinsam trainiert:

Denn wenn es zum Ernstfall kommt dürften die 10.000 vorbefüllten Säcke nur für den Anfang ausreichen. Rund 30 ehrenamtliche Kräfte des THW griffen daher zu Schaufel und schwerem Gerät, um möglichst viele der schwarzen Hochwasserschutzsäcke möglichst schnell zu befüllen – und das mit Erfolg: „Gut 1.500 Säcke pro Stunde sind mit dieser Teamstärke drin“, lautete das Fazit des THW-Sprechers Julian Büchel am Ende der Übung, bei der effizientes Hand in Hand arbeiten angesagt war. In der nächsten Woche nun wird ein Teil der befüllten Säcke nun zum Einsatz kommen – glücklicherweise aber nur im Rahmen eines weiteren Trainings. Denn dann werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW direkt an einem Übungsdeich das fachgerechte verlegen der rund 15 bis 20 Kilogramm schweren Säcke trainieren – damit diese im Fall des Falles auch tatsächlich ihre Funktion erfüllen.

Auch für den bremenports-Geschäftsführer Robert Howe steht fest: „Hochwasserschutz ist und bleibt Teamarbeit – die Kooperation mit dem THW ist dabei ein überaus wichtiger Baustein und das großartige Engagement, der ehrenamtlichen Kräfte des THW, die dafür ihre Freizeit opfern, ein echter Gewinn für die ganze Stadt“

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