Der Umweltbericht 2022

Die bremischen Häfen sind PERS-zertifiziert. Der PERS-Bericht sorgt für Transparenz darüber, was die bremischen Häfen in Sachen Umwelt unternehmen, und wo die Reise beim Umweltschutz hinführt. Laden SIe sich den Bericht herunter oder informieren Sie sich über einzelne Themen daraus, die wir unten für Sie aufbereitet haben.

Umweltmanagement

Umfassender Umweltschutz. Eine Gemeinschaftsaufgabe.

Umweltschutz in den bremischen Häfen ist eine Gemeinschaftsaufgabe, an der viele Akteure im Hafen beteiligt sind:

Vorsorgender Klimaschutz muss früh beginnen. An der Wurzel. Um die Umwelt gar nicht – oder nur so wenig wie möglich – zu belasten. In unseren Häfen stehen wir vor der Herausforderung, diesen Anspruch mit der dauerhaften Verfügbarkeit unserer Standorte zu vereinbaren. Denn wir möchten weder die Umwelt für Mensch und Tier zerstören, noch den Fortbestand unserer Häfen gefährden.

Schiff "Taucher" vor dem Container-Terminal Bremerhaven

Umweltmanagement mit dem Port Environmental Review System (PERS)

Das standortbezogene Umweltmanagementsystem PERS (Port Environmental Review System) unterstützt die bremischen Häfen bei der Umsetzung ihrer Umweltziele gemäß den Richtlinien und Vorgaben der ESPO. Der europäische Hafenstandard orientiert sich an der DIN ISO 14001 Norm. Die wichtigsten Instrumente: Ein kontinuierliches Umweltmonitoring, Umweltschutzprojekte, Kennzahlen zum Hafenbetrieb und -management und zum Zustand der Umwelt sowie ein Register der gesetzlichen Anforderungen an die betroffenen Umweltaspekte in den Häfen. Unsere Parameter für das Monitoring und die aktuellen Kennzahlen finden Sie in unserem ausführlichen Umweltbericht.

Durch den gemeinschaftlichen Ansatz verbessern wir die Umweltleistung der verschiedenen Hafenakteure und stärken die bremischen Häfen wirtschaftlich und nachhaltig – auch für die kommenden Generationen. Dabei stellen wir alle zwei Jahre die Weichen in der Umweltpolitik neu. Wir veröffentlichen unseren Umweltbericht und bestätigen so die Anforderungen von EcoPorts, der ESPO-Umweltpolitik und den Institutionen des Hafens.

Umweltpolitische Erklärung

Als zweitgrößter Hafenstandort Deutschlands übernehmen die bremischen Häfen, national wie regional, zentrale wirtschaftliche Funktionen. Dabei bekennt sich der bremische Senat zu seiner Verantwortung gemäß dem Prinzip der Nachhaltigkeit neben den sozialen auch die wirtschaftlichen Belange und die Umweltbelange in Einklang zu bringen. Mit Blick auf die Umweltbelange wurde das Umweltmanagementsystem „PERS – Port Environmental Review System“ im Jahr 2011 eingeführt.

Finden Sie hier die Umweltpolitische Erklärung zum

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Umweltmonitoring

So werden Daten für die Berichte erhoben   

Sedimententnahme mit dem Kastengreifer.
Sediment-Probenahme mit dem Kastengreifer
Sediment-Probenahme mit dem Kastengreifer
Durchmischung der vier Einzelproben
Durchmischung der vier Einzelproben
Gläser zur Aufbewahrung und zum Transport der Probe in das Labor.
Gläser zur Aufbewahrung und zum Transport der Probe in das Labor.
Probenahme von insgesamt vier Einzelproben
Probenahme von insgesamt vier Einzelproben
Abfüllen der Mischprobe
Abfüllen der Mischprobe
Auf zur nächsten Probenahme
Auf zur nächsten Probenahme

Für eine umweltfreundliche Schifffahrt

Häfen und die Schifffahrt gehen Hand in Hand. Und sind aufeinander angewiesen. Herausforderungen wie der Klimawandel, die sinkende Biodiversität oder die internationalen Sustainable Development Goals erfordern aber ein Umdenken – auf beiden Seiten. Globale Transportströme, die im Wesentlichen durch die Schifffahrt funktionieren, müssen neu gedacht und gestaltet werden. Die gesamte Branche steht in der Verantwortung, sich zu Gunsten der Umwelt nachhaltig zu entwickeln und Emissionen und Schadstoffe drastisch zu reduzieren. Deshalb verfolgen wir eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie, die unseren Häfen bei jedem Schritt Richtung Zukunft den Weg weist.

Der richtige Umgang mit Schiffsabfällen und Abwässern

In der Schifffahrt fallen unterschiedliche Arten von Abwässern an. Die zuständigen Ressorts im Land Bremen haben deshalb ein Merkblatt zum Umgang mit diesen Abwässern veröffentlicht, um die Institutionen in den bremischen Häfen zu unterstützen. Anforderungen dazu richten sich vor allem an die Reedereien und Schiffsführenden. In unserem Leitfaden stehen außerdem Informationen zur Erlaubnis von Unterwasserreinigungen in unseren Häfen. Die Abfallmeldungen der Schiffe gemäß MARPOL überwacht das Hafenamt der Hansestadt Bremen. Im Abfallbewirtschaftungsplan und im Bremischen Gesetz über Hafenauffangeinrichtungen ist der Umgang mit Schiffsabfällen und Ladungsrückständen geregelt.

 

Wiese

Vorsorgender Klimaschutz muss früh beginnen. An der Wurzel. Um die Umwelt gar nicht – oder nur so wenig wie möglich – zu belasten.

bremenports veröffentlicht ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2024. Schon 2009 hat bremenports als erstes Unternehmen der deutschen Hafenwirtschaft Nachhaltigkeit als zentrales Unternehmensziel festgelegt. Seit 2013 wird darüber zertifiziert gemäß den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) berichtet. Heute nun ist der mittlerweile 9. Nachhaltigkeitsbericht online gegangen und auf der Internetseite nachlesbar.

Auf der Envoconnect sollen künftig besonders für Nachhaltigkeit engagierte Menschen gewürdigt werden. Seit 2014 verleiht bremenports einmal jährlich den Green Focus Award in bislang zwei Kategorien: Das jeweils emissionsärmste Schiff, das die bremischen Häfen angelaufen hat und die Reederei mit der insgesamt emissionsärmsten Flotte. In diesem Jahr soll es nun zusätzlich und buchstäblich persönlich werden.

Am 19. und 20. September 2024 geht die Envoconnect nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr in die zweite Runde: Die Nachhaltigkeitskonferenz für Häfen und Logistik, bei der sich schon im vergangenen Jahr eine äußerst engagierte Port Community zusammengefunden hat, soll auch in diesem Jahr einen Beitrag dazu leisten, gemeinsam an der nachhaltigen Zukunft in den Häfen und der Logistik zu arbeiten und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Wie können Rangierloks in den Häfen künftig klimafreundlich betrieben werden? Dieser Frage widmet sich seit Ende 2022 das Verbundprojekt „sH2unter@ports“. Experten diskutieren bei einer Fachtagung über Rangierloks der Zukunft.

Environmental Ship Index in den bremischen Häfen

Der Environmental Ship Index (ESI), entwickelt von einer Arbeitsgruppe der größten nordwesteuropäischen Häfen für die World Port Climate Initiative, vergleicht und bewertet Emissionen von Schiffen. Er ist ein freiwilliges, internationales Bewertungssystem, mit dem Häfen Vorteile für umweltfreundliche Seeschiffe anbieten können. Die Eigner*innen registrieren ihre Schiffe und erhalten entsprechende Zertifikate und Nachweise. Aus einer Indexformel ergibt sich ein individueller ESI-Wert, der sich immer an den aktuellen gesetzlichen Vorgaben orientiert.

Die bremischen Häfen bieten seit 2012 ein ESI-basiertes Bonusprogramm. Damit erhalten umweltfreundliche See- und Binnenschiffe einen Rabatt auf die Hafengebühren. Hinzu kommt seit 2020 ein finanzieller Bonus im Rahmen des „ESI-Noise“.

Der Green Focus Award

Green Focus Award

Ausgezeichnet indiziert

 

FAQ zum Green Focus Award

Seit 2014 verleiht bremenports jedes Jahr die greenfocus Awards. Dabei zeichnen wir in den Kategorien „Emissionsärmstes Schiff“ und „Reederei oder Charterer mit der emissionsärmsten Flotte“ besonders umweltfreundliche Schiffe und Reedereien aus, die die Bremischen Häfen in einem Jahr angelaufen sind.

Der Stichtag für den Abruf der Anlaufliste mit den ESI-Scores aus den HGB ist der 01.01. des jeweiligen Folgejahres. Es gelten die ESI-Scores, die für ein Schiff zum Zeitpunkt des Anlaufes gemeldet sind. Um in die Auswertung zu kommen, muss für ein Schiff der ESI im ganzen Auswertungsjahr gemeldet sein, ebenso der Teilscore für Stickoxide. Ein Schiff muss mindestens 10-mal die Bremischen Häfen angelaufen sein. Auflieger werden nicht berücksichtigt. Für die Gewinnerflotte gilt, dass insgesamt ebenso 10 Anläufe erfolgt sein müssen. So wollen wir regelmäßige Kunden wertschätzen. Weiterhin müssen die Mindeststandards der Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) erfüllt sein.

Der Environmental Ship Index ist ein internationaler Standard, der im Rahmen der World Port Climate Initiative (WPCI) von den Häfen der Nordwestrange entwickelt wurde. Er macht den Vergleich und die Bewertung von Schiffsemissionen möglich. Der ESI setzt sich aus Teilbewertungen in Punkten für die Emissionen von Stickoxiden, Schwefeloxiden und Kohlendioxid zusammen und gewährt weitere Punkte sofern das Schiff über einen Landstromanschluss verfügt. Die ESI-Punktzahl bewegt sich zwischen 0 und 100, wobei null den Grenzwerten der IMO entspricht. Werte über null entsprechen damit einer Übererfüllung der gesetzlichen Vorgaben. Der ESI ist ein freiwilliges, internationales Bewertungssystem, mit dem Häfen Vorteile für umweltfreundliche Seeschiffe anbieten können. Die Eigner*innen registrieren ihre Schiffe und erhalten entsprechende Zertifikate und Nachweise

Die Grundlage für die Ermittlung der Gewinner bilden die Werte des Environmental Ship Index aus dem jeweiligen Vorjahr. Für die Auswertungen werden die Mittelwerte der Anläufe eines Schiffes bzw. der Flotte gebildet. Diese Berechnungen werden aus der Hafengebührensoftware automatisiert bereit gestellt.

Neben der öffentlichen Auszeichnung mit den Awards kompensiert bremenports symbolisch die CO2-Emissionen für einen Anlauf des Gewinnerschiffs in den bremischen Häfen. Der Klimaschutzbeitrag wird verwendet, um Maßnahmen zur CO2 Reduktion in gemeinnützigen, sozialen und kulturellen Einrichtungen zu fördern.

Die bremischen Häfen bieten seit 2012 ein ESI-basiertes Bonusprogramm. Damit erhalten umweltfreundliche See- und Binnenschiffe einen Rabatt auf die Hafengebühren. Hinzu kommt seit 2020 ein finanzieller Bonus im Rahmen des „ESI-Noise“.