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Stimmungsbild: gefaltete Zeitungen übereinander

Start für Milliardenprojekt „Deployment Hub Bremerhaven“

 

Veröffentlicht am 03. November 2026

BAIUDBw, Bremen und bremenports schaffen vertragliche Grundlage für die Umsetzung vom Senat beschlossenen Maßnahmen – Investitionen stärken militärische Logistik und zivile Hafeninfrastruktur

Ende September haben Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und der Vorstandsvorsitzende der BLG Logistics Group Matthias Magnor einen entsprechenden „Letter of Intent“ unterschrieben. Am heutigen Dienstag, 3. November 2026, wurden jetzt die Verwaltungsvereinbarung und die ersten Einzelverträge unterzeichnet. Unterschrieben haben Prof. Dr. Roland Börger, Präsident des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Thomas Ehmke, Chef der Senatskanzlei Bremen, und Robert Howe, Geschäftsführer der Hafenmanagementgesellschaft bremenports.

Die Verträge sind das offizielle Startsignal für die Umsetzung des Großprojekts „Deployment Hub Bremerhaven 2031“. Damit sind die Voraussetzungen für die Umsetzung eines wesentlichen Teils der vorgesehenen Maßnahmen geschaffen. Das Gesamtprojekt mit einem Volumen von rund 1,35 Milliarden Euro dient dazu, die Infra- und Suprastruktur in und rund um die bremischen Häfen zu ertüchtigen, mit dem Ziel, die logistischen Voraussetzungen für Bundeswehr und NATO zu verbessern. Damit einhergehend wird die Leistungsfähigkeit der Hafen- und Hinterlandinfrastruktur im Land Bremen gestärkt. Bis Ende 2031 sollen sämtliche Maßnahmen umgesetzt sein, die hauptsächlich in und um die bremischen Häfen in Bremerhaven, aber auch in der Seestadt selbst und am Flughafen Bremen geplant sind.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das BAIUDBw. Als zuständiger Vertragspartner der Bundeswehr ist das Bundesamt gemeinsam mit Bremen und bremenports für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich. Die einzelnen Projekte wurden in den vergangenen Monaten zwischen den Beteiligten intensiv abgestimmt. Die Hafenmanagementgesellschaft bremenports ist vom Bremer Senat beauftragt, die gemeinsam mit dem Bund verabredeten Infra- und Suprastruktureinzelmaßnahmen umzusetzen. Die logistischen Dienstleistungen im Rahmen des DHB31-Projekts soll die BLG Logistics Group vor Ort übernehmen. 

Prof. Dr. Roland Börger, Präsident des BAIUDBw, hob bei der Unterzeichnung die gute Zusammenarbeit der Projektpartner hervor: „Auf Grundlage der Gespräche, die wir im Vorfeld mit den Senatsvertretern und der Hafenmanagementgesellschaft bremenports geführt haben, hat sich eine sehr effektive Partnerschaft entwickelt. Gemeinsam konnten wir zahlreiche infrastrukturelle Vorhaben entwickeln und abstimmen. Gerade weil es eben zivil-militärische Projekte sind, sind die Investitionen im Rahmen des DHB31-Projekts besonders wertschöpfend: Wir stärken damit unsere Verteidigungsfähigkeit und zugleich schaffen wir einen Mehrwert für die zivile Nutzung der vorhandenen Infrastruktur.“

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: „Dual-Use heißt hier ganz konkret: Die Containerkaje wird saniert, der Kaiserhafen nahezu komplett neu gebaut und der Hafenbahnhof Speckenbüttel ausgebaut. Das dient der Landes- und Bündnisverteidigung und macht die bremischen Häfen zugleich leistungsfähiger. Die zivile Nutzung ist von Anfang an mitgedacht und ausdrücklich gewollt. Aus den Bremerhavener Häfen wird kein abgeschirmtes Militärgelände. Für unseren Hafenstandort ist das eine sehr gute Nachricht, denn ein Projekt dieser Größe hätte Bremen allein nicht stemmen können.“

Thomas Ehmke, Chef der Senatskanzlei Bremen: „Die Investition des Bundes ist ein starkes Signal für Bremen, den Hafenstandort Bremerhaven und den Flughafen Bremen. Mit der Infrastruktur-Ertüchtigung schaffen wir die nötigen Voraussetzungen, um den militärischen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig einen nachhaltigen zivilen Nutzen zu ermöglichen. Jetzt kommt es darauf an, die zahlreichen Einzelmaßnahmen zügig umzusetzen. Das ist eine große Aufgabe für alle Beteiligten. Unser gemeinsames Ziel muss sein, die notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren so effizient wie möglich zu gestalten und schnell zum Abschluss zu bringen.“

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe sieht in den Vertragsunterzeichnungen vor allem den Beginn einer anspruchsvollen Umsetzungsphase: „Jetzt bringen wir auf die Spur, was wir gemeinsam vorbereitet und vereinbart haben. Vor uns liegt eine epochale Aufgabe, der wir mit Respekt, aber vor allem mit großer Motivation begegnen. Die Investitionen geben uns die Chance, die Häfen resilienter aufzustellen und ihre Infrastruktur auf ein neues Niveau zu heben. Davon profitieren sowohl die zivile Nutzung am Wirtschafts- und Hafenstandort Bremerhaven als auch die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes.“

  • Portrait von Matthias Koch
    Matthias Koch

    Pressesprecher

Vertragsunterzeichnung „Deployment Hub Bremerhaven“ mit Thomas Ehmke, Prof. Dr. Roland Börger und Robert Howe
Vertragsunterzeichnung „Deployment Hub Bremerhaven“ (von links nach rechts): Thomas Ehmke (Chef der Senatskanzlei Bremen), Prof. Dr. Roland Börger (Präsident des BAIUDBw) und Robert Howe (Geschäftsführer bremenports)
Vertragsunterzeichnung „Deployment Hub Bremerhaven“ mit Thomas Ehmke, Prof. Dr. Roland Börger, Robert Howe und Martin Günthner
Von links nach rechts: Thomas Ehmke (Chef der Senatskanzlei Bremen), Prof. Dr. Roland Börger (Präsident des BAIUDBw), Robert Howe (Geschäftsführer bremenports) und Martin Günthner (Oberbürgermeister von Bremerhaven)
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