Stimmungsbild: gefaltete Zeitungen übereinander

Start des Projekts „Hochwasserschutz im Geestebereich“

 

Veröffentlicht am 23. April 2026

Direkt im Anschluss an das Maifeiertagswochenende beginnen am 4. Mai zwischen der Fischereihafenschleuse und dem Seedeich die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt des Projekts „Hochwasserschutz im Geestebereich“. Die Arbeiten in diesem Bereich werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein und markieren den Auftakt für die weitere Ertüchtigung der Küstenschutzeinrichtungen rund um die Geestemündung. 

Dieser Projektteil wurde in einem separaten Verfahren, losgelöst vom Gesamtverfahren, bearbeitet, weshalb wir bereits in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen können.

Aber auch wenn es sich im Gesamtzusammenhang bei den jetzt startenden Arbeiten um ein vergleichsweise kleines Projekt handelt, vereint es zahlreiche technische Disziplinen: Neben Stahl- und Betonbauarbeiten sind umfangreiche Tiefbaumaßnahmen, Anpassungen an der Entwässerung sowie der Neubau eines Deichscharts als Schiebetor vorgesehen.

Einschränkungen während der Bauzeit

Aufgrund der Bauarbeiten wird der Baustellenbereich von Anfang Mai bis Ende September gesperrt. Dies betrifft auch die Zufahrt für Autofahrer zur südlichen Geestmole. Der Parkplatz Mole kann in diesem Zeitraum also nicht genutzt werden. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt der Zugang zu diesem Bereich jedoch über den außendeichs gelegenen Treibselräumweg weiterhin möglich.

Die Maßnahme ist Teil der umfassenden Anpassung der Hochwasserschutzanlagen an den steigenden Meeresspiegel gemäß der Vorgaben der zuständigen Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und des Generalplans Küstenschutz der Länder Bremen und Niedersachsen. Dieser berücksichtigt aktuelle Berechnungen zur Klimaentwicklung der kommenden 100 Jahre und definiert die notwendigen Maßnahmen, um den Hochwasserschutz langfristig sicherzustellen. Das bestehende Sperrwerk unter der Kennedybrücke entspricht demzufolge bereits heute nicht mehr den zukünftig erforderlichen Bemessungshöhen. Daher ist ein entsprechender Neubau vorgesehen. Das Gesamtprojekt erstreckt sich vom Seedeich an der Zufahrt zur südlichen Geestmole, wo nun gestartet wird, bis zum Weserdeich beim Wilke Atelier.

In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Deichabschnitte in Bremerhaven erfolgreich ertüchtigt, darunter der Lohmanndeich, Teile des Weserdeichs sowie der Seedeich. Auch die Maßnahmen auf der Columbusinsel wurden im Herbst 2021 abgeschlossen. Mit dem nun beginnenden Projekt im Geestevorhafen wird die letzte noch ausstehende Maßnahme umgesetzt, um den Hochwasserschutz in Bremerhaven zukunftssicher zu machen.

Projektträger und Finanzierung

Trägerin des Vorhabens ist die Freie Hansestadt Bremen, vertreten durch die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation. Die Planung erfolgt durch die bremenports GmbH & Co. KG. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Etwa 70 Prozent der Finanzierung werden durch Bundesmittel getragen, die verbleibenden Mittel stellt das Land Bremen bereit. An der Gesamtmaßnahme wird sich letztlich auch Niedersachsen beteiligen – da das Sperrwerk auch das Nachbarland schützt. 

Mit dem Start der Bauarbeiten wird ein weiterer wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung Bremerhavens gegen Hochwasser und die Folgen des Klimawandels umgesetzt.

  • Portrait von Matthias Koch
    Matthias Koch

    Pressesprecher

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